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SYSTEMA Lehre / Prinzipien |
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Die Schulung erfolgt auf der Grundlage der biomechanischen Lernmethodik, welche auf dem Prinzip des "Körperdenkens" basiert. Die Eigenart des Menschen, eine Aufgabe unterschiedlich und auf ihm spezifische Art und Weise zu lösen, liegt der Systema Ausbildung zu Grunde. Die Ausbildungsmethodik basiert deshalb auf maximaler Offenheit für Informationen sowohl von innen (Angst, Wut usw.) wie auch von aussen (Angriff, Nacht, Waffe usw.), sowie auf dem Bewusstsein für die eigenen natürlichen und spontanen Bewegungen. Das Verstehen - wie funktioniert mein Körper, wie kann ich ihn einsetzen, was passiert in einer Stresssituation (physiologisch und psychologisch), was bedeutet die Ökonomie der Bewegung und wie funktioniert all das zusammen in einer extremen Situation wie z.B. ein unerwarteter Angriff von einer oder mehreren Personen - führt zum Kern der Systema-Lehre. Das Ziel ist es, mit minimalem Krafteinsatz die maximale Ausschöpfung der Körperdynamik zu erreichen, um sich dadurch effizient zu verteidigen. Die vier wichtigsten Prinzipien sind: Atmung, Formhaltung, Entspanntheit und Bewegung. Aus einer Vielzahl der weiteren physischen wie psychologischen Prinzipien werden hier noch einige genannt:
Weiter werden folgende Sensitivitätsniveaus unterschieden:
Die Systema-Schulung schliesst neben der Erlangung physisch- mentaler Fähigkeiten die gesamte Persönlichkeitsentwicklung des Menschen als soziales, emotionales und gesellschaftliches Wesen ein.
Optimale Bewegung / minimaler Krafteinsatz Die Auswirkung der Ökonomie der Bewegung im Nahkampf ist bedeutend und beinhaltet:
Übungsformen / Techniken Im Systema wird oftmals vom Fehlen der Techniken gesprochen - es gibt keine Techniken! Rein äusserlich gesehen, können einzelne Formen als Techniken von Kampfkunst erfahrenen Menschen erkannt werden. Der grosse Unterschied zu den traditionellen asiatischen Kampfkunstformen besteht jedoch darin, dass sie weder als endgültige Formen im Voraus gegeben werden, noch wird Wiederholung angestrebt, um sie dadurch zu automatisieren. Vielmehr wird gelehrt, mit dem Körper zu denken, indem biomechanische Prinzipien bewusst angewandt werden. Die entsprechende Trainingsmethode baut auf ganzheitlichen, natürlichen und spontanen Lösungen und Flexibilität auf, denn jede mögliche Konfliktsituation ist schliesslich einmalig und muss individuell gelöst werden. Zu der Trainingsstruktur gehört z.B. das spielerische und langsame Üben. Untersuchungen haben gezeigt, dass das langsame Üben der einzige Weg ist, um das Unterbewusste langfristig zu programmieren und so erlangte Fähigkeiten (Beweglichkeit, Feinmotorik usw.) in Stresssituationen einsetzen zu können. Das langsame Üben baut das muskuläre Erinnerungsvermögen auf. So befreit von der Gehirnsteuerung setzt das "Körperdenken" ein. Nur daraus resultiert effektive Körperreaktion - Gedanken, Absichten, Emotionen haben dann darauf keinen störenden / hindernden Einfluss mehr. Das spielerische Üben lenkt die Absicht, Abwehrstrategien in voraus vorzubereiten, entgegen. Das ist eine wichtige Voraussetzung um situationsadäquat und effizient reagieren zu können.
Anatomische Gesetzmässigkeiten |
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